Strudel,...

Mehlspeise mit Tradition

Zum 6. Mal bereits beginnt der kulinarische Herbst am Fuße des Schlern mit den traditionellen „Strudelwochen“. Der Strudel ist ein Bestseller in Südtirols Küchen, doch was kaum jemand weiß, ist, dass der traditionelle Apfelstrudel eine Mehlspeise mit Schicksal ist. Seinen Ursprung hat der Strudel im Morgenland, Araber, die über Nordafrika nach Spanien oder Südfrankreich vordrangen, brachten ihn als erste nach Europa. Allerdings füllten sie ihn damals noch nicht mit Äpfeln, Trauben oder anderen heute üblichen Füllen, sondern mit Rosengelee oder Orangensirup. In ganz alten Kochbüchern wird der Strudelteig auch noch als „spanischer Teig“ bezeichnet. Die Mauren Spaniens rollten den Strudelteig allerdings nicht zusammen, sondern legten ihn abwechselnd mit der Fülle schichtweise übereinander.
Mit den Mauren kam der Strudelteig wie gesagt, nach Frankreich und Spanien. Mit den Türken marschierte er dann über den Balkan bis nach Ungarn und kam mit der Türkenbelagerung nach Wien. Wahrscheinlich begann man auch in Ungarn den Teig erstmals zusammenzurollen. Auf diese Weise blieb der Saft von Früchten oder anderen Zutaten erhalten und der Strudel blieb saftig.
 
 
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